Obersteinriegl - Das Landhaus. Errichtet 1846

GESCHICHTE & UMBAU

Obersteinriegl - Das Landhaus. Errichtet 1846
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Geschichte & Umbau

Die Vorgeschichte des Landhauses Obersteinriegl reicht bis in die Kaiserzeit zurück. Die Geschichte von der Rettung des historischen Hofes beginnt 2020. In diesem Jahr erwirbt ein neuer Eigentümer das angrenzende Waldgebiet mitsamt der baufälligen Landwirtschaft. Abreißen und neu bauen war dennoch keine Option. Dann schon eher ein Musterbeispiel für nachhaltige Ressourcennutzung verwirklichen. Aus alt mach neu, lautete die Devise. Vom Sockel bis zum Dachstuhl wurden historische und moderne Baumaterialien zu einem einzigartigen architektonischen Ensemble kombiniert. Ein zeitgemäßes Energiemanagement sollte durch ein rundum smartes Haustechnikkonzept ermöglicht werden. Klar, dass so ein Unterfangen viel aufwändige Detailarbeit mit sich bringt. Einige wenige Meilensteine sind auf den folgenden Fotos dokumentiert.

Eine Zeitreise

Der Druck steigt in Europa. Nicht nur in den Kesseln der ersten Dampflokomotiven. Die Revolution wirft ihre Schatten voraus. Aber noch hält sich Kaiser Ferdinand I. am Thron, ein paar Monate noch hält Fürst Metternich die Zügel in der Hand. Währenddessen spannt auf einem Südhang in den Voralpen ein Bauer seine Ochsen aus. Erleichtert darüber, die zentnerschwere Holztram wohlbehalten ans Ziel gebracht zu haben, seinem neuen Hof am Ober-Steinriegl. Dem Ort, der ihm und seinen Nachkommen ein sicheres und würdevolles Leben ermöglichen soll.   

Mehr als 170 Jahre später ist es wieder still geworden hier oben, die Existenz der Bauersfamilie Geschichte. Geblieben ist eine Hülle aus Stein und Holz, umrankt von dichtem Gestrüpp - ein Ort, der nur lichtscheuen und ruhesuchenden Fledermäusen als reizvolles Quartier erscheint.   

Mit der Übernahme des Kleinods im Jahr 2020 sollte sich das grundlegend ändern. Bald schon schlängelte sich eine neue Forststraße durch den Wald und der Hof erwachte nach und nach aus seinem Dornröschenschlaf. Dank einer visionären Idee des neuen Eigentümers in gestalterischer Zusammenarbeit mit
Architektin Gina Ossoinig und mit beträchtlichem Engagement vieler lokaler Handwerksbetriebe verwandelte sich das vermeintliche Abrissobjekt in ein bauliches Vorzeigeprojekt. Jahrhundertealte Bausubstanz und modernste Haustechnik wurden mit viel Herzblut, planerischem Fingerspitzengefühl und handwerklichem Geschick vereint; der einstige Bergbauernhof in ein extravagantes Domizil verwandelt. Gar viel hat sich geändert, seit der Bauer hier oben seine Ochsen ausgespannt hat. Nur die Stille, die durfte bleiben.